RÜCKENSCHULE

Das Leben ist ein einziger Lernprozess, und während jeder schon in den ersten Lebensjahrzehnten die normale Schule abschließt, ist die Rückenschule vor allem für die späteren Jahrzehnte sehr lehrreich. Die Rückenschule hilft nämlich, Rückenschmerzen zu vermeiden, bzw. bestehende Rückenschmerzen zu lindern. Dazu vermitteln Rückenschulen im Einzel- oder Gruppenunterricht Verhaltensweisen für häusliche wie auch berufliche Anwendung, die das rückengerechte Verhalten fördern sollen.

Was ist die Rückenschule? 

Unter dem Begriff Rückenschule ist nicht eine Schule als solches zu verstehen, sondern eher eine Reihe von Kursen oder Behandlungsmethoden, die ein rückenorientiertes Verhalten darstellen und vermitteln sollen. Ziel der Rückenschule ist es, die Verhaltensweisen den Teilnehmern nahezubringen, um sich diese für den Alltag anzugewöhnen. Die Rückenschule als abstraktes Konzept wird von Fitnessstudios, Krankengymnasten, Ergo- und auch Physiotherapeuten angeboten.​

Rückenschule von der Krankenkasse bezuschusst?

Die Rückenschule ist eine aus medizinischer Sicht ratsame Maßnahme, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Um der „Volkskrankheit Nr. 1“, den Rückenschmerzen, entgegenzuwirken, unterstützen auch die Krankenkassen Rückenschulen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen mit bis zu 100% die Rückenschule, sofern diese eine Teilnehmerzahl von 15 nicht überschreitet und von einem qualifizierten Kursleiter (Sport- oder Gymnastiklehrer, Arzt mit Zusatzqualifikation, Physiotherapeut) durchgeführt wird.

  • Verbesserung der Muskelfunktion (z. B. bei Überlastung oder postoperativ)

  • Verbesserung der Blutzirkulation (z. B. bei entzündlichen Prozessen)

  • Schmerzreduktion

  • Unterstützung der Gelenkfunktion

Was wird in der Rückenschule gemacht?

Diese beiden Voraussetzungen sind für die Krankenkassen wichtig, da nur so eine adäquate fachliche Vermittlung der Kursinhalte möglich ist. Diese sind in der Regel:

  • Entspannung

  • Stressbewältigung

  • Schmerzbewältigung

  • Stärkung von Gesundheitsressourcen

  • Gesunde Aktivitäten

  • Risiken für Rückenschmerzen verringern

  • Haltungsschulungen

  • Bewegungsschulungen

  • Motorische Fähigkeiten verbessern

 

Richtig sitzen

 

Ein Schwerpunkt, der in der Rückenschule sehr oft Erwähnung findet, ist das Sitzen. Wir verbringen viel Zeit im Sitzen, Zeit, in der wir viel falsch machen können, was unseren Rücken angeht. Die Rückenschule weist nicht nur darauf, sondern auch auf richtiges Sitzen hin. Sitzen Sie nämlich im Lot, verteilt sich die Schwerkraft optimal auf alle Körperabschnitte und Sie beugen effektiv Beschwerden wie Nacken- oder Rückenschmerzen vor. Als besonders belastend für den Rücken gelten in diesem Zusammenhang übrigens lange und häufige Autofahrten oder Bürotätigkeiten. Hier sollten Sie – sofern möglich – öfter die Sitzposition wechseln und versuchen, die Wirbelsäule durch aufrechtes Sitzen zu entspannen.

Richtig stehen

 

Ähnlich konzipiert die Rückenschule im Allgemeinen das richtige Stehen. Auch hier geht es um eine gerade Körperhaltung zur Entlastung der Wirbelsäule, um regelmäßig Stellungswechsel und Entlastungshaltungen. Hohlkreuz und hohe Absätze sind hier nicht zuträglich für einen gesunden Rücken, sondern hüftbreit auseinander stehende Füße, leicht aufgerichtetes Becken und ein aufrechter Kopf.

Richtig schlafen

 

Fast schon automatisch regelt der Körper die gleichmäßige Belastung aller betroffenen Körperregionen, wenn wir schlafen. Mehrere Dutzend Mal verändern wir im Schlaf die Position. Guter Schlaf hilft, uns zu regenerieren, auch den Bandscheiben. Schlechter Schlaf geht häufig mit Rückenbeschwerden einher und beide können sich gegenseitig bedingen. Die ideale Schlafhaltung ist die Seitenlage mit leicht angewinkelten Knien. Bei ungeeigneten Bettwaren kann die Haltung aber in bestimmten Bereichen beeinträchtigt werden und Schmerzen stellen sich ein.

Richtig heben

 

Dasselbe kann Ihnen auch bei falschem Heben passieren. Der Kardinalfehler: Heben schwerer Lasten bei durchgebogenem Rücken und durchgestreckten Beinen. Auf diese Weise belasten Sie Wirbel, Bandscheiben, Sehnen und Muskeln höchst gradig und riskieren sogar einen Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall. Auch hier steht Ihnen die Rückenschule mit Rat und Tat zur Seite: Knie beugen, Rücken gerade halten und die Bauchmuskeln zu Hilfe nehmen. So stabilisieren und begradigen Sie Ihre Wirbelsäule vor dem Heben.

Ist die Rückenschule wirksam?

 

Solche wertvollen Tipps machen den Besuch der Rückenschule empfehlenswert, auch schon für Menschen ab 30. Die Rückenschule wird vor allem bei nicht näher spezifizierten Rückenschmerzen und chronischen Rückenschmerzen empfohlen. Besonders die dauerhafte und schonende Durchführung der Bewegungs- und Haltungsschulungen hat sich in diesen Bereichen als sehr effektiv erwiesen.

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